My Blog

Suche

Aktualisiert: 1. Aug.

5 Tipps wie du im Urlaub dein Gedankenkarussell zum Stehen bringst und deine Reserven wieder voll auftanken kannst.



Wer kennt es nicht? Wochenlang freuen wir uns auf unseren wohlverdienten Urlaub. Wir arbeiten auf Hochtouren darauf hin, bemühen uns vor dem Urlaub noch alles irgendwie zu erledigen, vielleicht sogar vorzuarbeiten. Dann, endlich, wir sitzen am Strand, schauen in den wunderschönen Sonnenuntergang, vielleicht mit einem guten Glas Wein uuuuund…können so gar nicht abschalten. Unsere Gedanken hängen noch bei dem einen Projekt, das noch nicht ganz abgeschlossen wurde oder bei der Autoreparatur die dringend fällig ist. Das Gedankenkarussell will einfach nicht stehen bleiben, ganz im Gegenteil, es gibt noch mal so richtig Gas. Schließlich hat es jetzt auch gut Zeit dafür.


Hier findest du 5 Tipps wie du es schaffst, die Bremse in dein Gedankenkarussell einzulegen und so deinen Urlaub richtig genießen kannst.


Tipp Nr.1: Darf’s mal etwas länger dauern?

Es muss zwar nicht immer ein langer Urlaub sein. Auch Kurzurlaube können dabei helfen aus dem Arbeitsalltag auszusteigen. Sei dir aber bewusst, dass du möglicherweise ein paar Tage benötigen wirst, um dich an deine neue Umgebung und das neue Tempo zu gewöhnen. Daher mein Tipp: Gönn‘ dir auch mal zwei Wochen Urlaub am Stück. Das nimmt dir nämlich den Druck, ab Sekunde eins entspannt sein zu „müssen“. Aus diesem Druck könnte nämlich ein innerer Widerstand entstehen, der dich wiederum stresst und so das Gegenteil von Entspannung bewirkt. Wenn du aber weißt, dass du ohnehin noch einige Tage von deinem Urlaub übrighast, kannst du dir drucklos ein paar Tage zum Runterfahren und Eingewöhnen gönnen.


Tipp Nr.2: Nimm dir Zeit, um deinen Urlaub vorzubereiten

Eine gut strukturierte Urlaubsübergabe an deine Kollegen ist jedenfalls empfehlenswert. Nimm das Angebot deiner Kollegen, dich im Urlaub zu vertreten, unbedingt an. Schreib ein Status-Update und besprecht die Liste rechtzeitig, damit auch noch Zeit für Rückfragen bleibt. Es könnte auch hilfreich sein, für den ABSOLUTEN NOTFALL deine Privatnummer an vertraute Kollegen weiterzugeben, und die Erlaubnis zu erteilen, dort kontaktiert zu werden.

Und dann: lass dein Firmenhandy zuhause, checke keine Mails und erinnere dich daran, dass auch andere Menschen kompetent genug sind, um etwaige Probleme zu lösen. Die Welt wird während deines Urlaubs schon nicht untergehen. Und wenn doch, dann sind Arbeitsprobleme bestimmt unsere geringsten Sorgen 😉.

Mach dir eine To-Do Liste mit all den Punkten (Arbeit, Kofferpacken, Haushalt),

die du vor und für den Urlaub erledigen musst.

Das nimmt dir die Sorge etwas vergessen zu haben und macht gleichzeitig dein Gehirn glücklich.

Denn das Abhaken von To-Do’s lässt unser Gehirn nachweislich Dopamin ausschütten, also ein sensationelles Glückhormon… das solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen 😉.


Tipp Nr.3: Detach to attach – Gönn dir eine Handypause

Vielleicht hast du es schon befürchtet oder zumindest geahnt: ja, es geht auch hier um die Handypause.

„Detach to attach“ lautet das Motto: also weg von der ständigen Erreichbarkeit und Verbindung zu allen möglichen Tik Toks und Instagrams dieser Welt (detach). Und hin zu einer echten Verbindung im Jetzt, mit ungefilterten Menschen vor Ort, in genau dem Liegestuhl in dem du gerade bist. Schaff wieder eine Verbindung zu dir selbst und zu deiner realen Umgebung (attach).

Wenn es dir schwerfällt, fang klein an und beginne mit einer kurzen Zeitspanne. Lass dein Handy während des Frühstücks am Zimmer, schalte es abends auf Flugmodus, und lass mal Insta & Co, Insta & Co sein. Das mag sich zunächst sehr ungewohnt anfühlen, aber du wirst sehen, es wird dir helfen, viel mehr den Moment wahrzunehmen, anzukommen und kann sogar deinen Urlaub in deiner Wahrnehmung verlängern. Das wäre doch was, oder?


Tipp Nr.4: Atme!

Ja genau, richtig gelesen! Es klingt so trivial und wahrscheinlich ist es das auch. Aber die wenigsten von uns sind sich der enormen Wirkung von richtiger Atmung und Atemübungen bewusst. Eine entspannte Bauchatmung, holt unser Gedankenkarussell ins Jetzt zurück, drosselt seine Geschwindigkeit und hat gleichzeitig eine gesundheitsfördernde Wirkung.

Eine simple und wirkungsvolle Entspannungsmethode ist das sogenannte „kohärente Atmen“, eine Technik wo wir Atem und Herzschlag in Gleichklang bringen und so nachweislich unser System beruhigen. Das entlastet die Herztätigkeit, trainiert den Blutkreislauf und stärkt den Vagus-Nerv, unseren wichtigsten Nerv für Entspannung und Regeneration. (vgl. Wilfried Ehrmann, 2016: „Kohärentes Atmen“).


Und so geht’s:

· 3 - 6 langsame Atemzüge pro Minute in Bauchatmung

· Einatmung und Ausatmung soll gleich lange sein, keine Pause dazwischen

Hilfreiche Apps (funktionieren auch im Flugmodus 😉): für Android: „Paced Breathing“,

für IPhone: „Kardia Deep Breathing“


Tipp Nr.5: Nimm den Moment mit all deinen Sinnen wahr

Damit meine ich: Gehe bewusst runter vom Gas, verlangsame also BEWUSST dein Tempo.

Gehe langsam, iss langsam, dusche langsam, ziehe dich laaangsam an.

Denn nichts entspannt uns mehr und bringt uns mehr in den Moment als eine bewusste und achtsame Körper- und Sinneswahrnehmung. Schau dich mal um, was siehst du gerade? Wie fühlt sich der Sand unter deinen Füßen an? Welche Geräusche kannst du wahrnehmen? Was schmeckst du? Was riechst du?

Dabei können geführte Meditationen sehr hilfreich sein, diese kann man sich kostenlos auf Spotify oder youtube anhören.


Bonustipp: für ein konserviertes Urlaubfeeling zu Hause

Der Geruchssinn ist der direkteste, der menschlichen Sinne. Beim Sehen, Hören oder Fühlen müssen die Signale erst in unserem Gehirn verarbeitet werden. Düfte dagegen wirken im Gehirn direkt auf das limbische System, also dort, wo Emotionen verarbeitet. Übersetzt heißt das: Du riechst etwas und bekommst sofort ein Bild oder eine Erinnerung von deinem Gehirn geliefert. Das ist z.B. der Geruch von frisch gebackenem Kuchen, der dich an die Nachmittage bei deiner Großmutter erinnert und sofort bestimmte Emotionen in dir auslöst. Diesen Mechanismus können wir uns zu Nutze machen: Wenn du im Urlaub einen angenehmen Duft wahrnimmst, den du in einer entspannten Situation riechst, dann nimm diesen Duft mit nachhause. Vielleicht ist es der Geruch nach Jasmin, nach Olivenöl, vielleicht nach einer bestimmten Sonnencreme oder nach Heu von der Alm.

Solltest du zuhause wieder einmal in eine Stresssituation geraten, hole dir diesen Duft her und rieche daran. Du wirst verblüfft sein, wie schnell du wieder in den gewünschten Entspannungszustand eintauchst. Und vielleicht bekommst du dabei auch wieder Lust auf das nächste Timeout für deinen Kopf 😉.


In diesem Sinne: Gönn‘ dir eine wunderbare Auszeit und schönen Urlaub!







76 Ansichten0 Kommentare